Pichelsteiner Eintopf
ZurückZeit in der Küche: 30 min.
Vorbereitungszeit: 25 min.Garzeit: 50 min.
Pro Portion
- 539 kcal
- 58 g Kohlenhydrate
- 41 g Eiweiß
- 15 g Fett
- 100 mg Cholesterin
- 4 BE
| 1 Stange | Lauch | |
| 2 | Karotten | |
| 600 g | Kartoffeln vorwiegend fest kochend | |
| 200 g | Knollensellerie | |
| 2 | Petersilienwurzeln | |
| 300 g | Wirsinge, davon die Köpfe | |
| 2 | Zwiebeln | |
| 1 EL | kalt gepresstes Rapsöl | |
| 250 g | Rinderbrust, in 1 cm große Würfel geschnitten | |
| 250 g | Schweinehals, in 1 cm große Würfel geschnitten | |
| 1 TL | Kümmel | |
| Salz | ||
| Pfeffer | ||
| 1 l | Gemüsebrühe | |
| 1 Bund | Petersilie | |
| 4 | Kürbiskernbrötchen | |
Zubereitung:
- Fleisch in 1 cm große Würfel schneiden.
- Lauch in feine Ringe schneiden. Möhren, geschälter Knollensellerie und gebürstete Petersilienwurzeln würfeln.
- Geschälte Kartoffen in Scheiben schneiden. Vom Wirsing die einzelnen Blätter abschneiden. Aus den Blättern den Strunk entfernen. Die Blätter in 1 cm breite Abschnitte schneiden.
- Die Zwiebeln fein würfeln und in Rapsöl glasig dünsten. Dann portionsweise das Fleisch darin anbraten und anschließend aus dem Topf nehmen, mit etwas Kümmel bestreuen und während des Anbratens der restlichen Fleischportionen das bereits angebratene Fleisch zudecken.
- Anschließend in mehreren Lagen das Fleisch und das Gemüse in einen großen Topf schichten. Zwischendrin immer wieder pfeffern und salzen. Mit den Kartoffeln abschließen.
- Soviel Gemüsebrühe angießen, bis die Zutaten eben bedeckt sind. 50 Minuten bei mittlerer Hitze garen und nicht umrühren. Anschließend den Eintopf in die vorgewärmte Suppenterrine einfüllen und die gehackte Petersilie zugeben. Gegebenfalls nochmals würzen und die Brötchen zur Suppe servieren.
Ernährungsinfo:
Eine Portion deckt den durchschnittlichen Tagesbedarf an:- Vitamin B1 zu 60%
- Vitamin B2 zu 28%
- Vitamin B6 zu 59%
- Pantothensäure zu 30%
- Folsäure zu 75%
- Vitamin C zu 162%
- Vitamin E zu 62%
- Calcium zu 26%
- Eisen zu 46%
- Magnesium zu 30%
- Zink zu 32%
- Jod zu 16%
Wohlfühltipps:
Echt bayrisch!
Dieser Eintopf hat in Bayern Tradition mit vielen Legenden – doch er passt auch sehr gut in die heutige Zeit, denn er wird heute wie damals pragmatisch zubereitet.
Rohkost contra Eintopf?
Bereits Pfarrer Kneipp hat bewiesen, dass die Abwehrkräfte durch ständiges Fordern trainiert werden müssen. Es muss also Abwechslung ins Leben. Wenn’s draußen kalt ist und Sie frieren, gibt es nichts Besseres als mit einem heißen Eintopf wieder zu Kräften und damit in die Wärme zu kommen. Jetzt wird der eine oder andere Salatfan vielleicht sagen, aber in Rohkost stecken doch viel mehr Vitalstoffe. Doch hier mache ich gerne den Vergleich mit einem Feuer. Wenn Sie ein kleines Feuer haben, kommen Sie nicht auf die Idee, einen großen Balken hinein zu werfen.
Kleine Holzscheite bringen das Feuer dagegen langsam zum lodern. In der Traditionellen Chinesischen Medizin spricht man vom Verdauungsfeuer. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit vorab erst mal eine heiße, wärmende Suppe essen, kommt Wärme in Ihren Körper und anschließend werden Sie auch einen Salat gut vertragen. Haben Sie selbst keine Wärme, wie soll da der kühlschrank kalte Salat reibungslos auf 37 Grad erwärmt werden können, diese Wärme wird gebraucht, um die Lebensmittel in körpereigene Stoffe und in Energie umwandeln zu können. Ich denke, weder eine bayrische noch eine baden-württembergische Bäuerin würde niemals auf die Idee kommen, an kalten Tagen eine kalte Mahlzeit zu servieren. Man munkelt, dass mit diesem Eintopf sogar Bismark wieder zu Kräften gekommen sein soll.
Petersilienwurzel und Sellerie sind reich an ätherischen Ölen, die die Abwehrkräfte der Schleimhäute stärken.
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